Bücher von Daniel Höra:

Braune Erde

 

Ben wohnt bei seiner Tante in einem Dorf in Mecklenburg. Er will weg, wie alle anderen, denn hier ist nichts los. Doch plötzlich kommt Leben ins Dorf: Zwei Familien ziehen ins alte Gutshaus und richten es her. Sie haben altdeutsche Namen, bringen einen neuen Gemein-schaftssinn in den Ort und nehmen Ben herzlich auf. Ben ist fasziniert von Reinhold, dem Anführer, und will ihm imponieren. Also schließt er sich den Zwillingen Konrad und Gunter an, streift mit ihnen durch die Gegend und verbringt seine Freizeit mit Schießübungen und kon-spirativen Treffen. Als sie einen Anschlag planen, wird Ben stutzig und wendet sich an Georg, der als Künstler am Dorfrand wohnt. Doch bald schwebt nicht nur er in Lebensgefahr…

 

Braune Erde erzählt packend die Geschichte eines Dorfes, das mit rechtem Gedankengut infiltriert wird. Hochaktuell arbeitet Daniel Höra das Thema Rechtsradikalismus auf und verdeutlicht was pas-siert, wenn völkische Parolen auf Perspektivlosigkeit treffen.

 

Bloomsbury Kinder- & Jugendbücher, Berlin; erscheint am 17. September 2012; ISBN 978-3-8333-5099-3; 220 S.; ca. 8,99 €

Schwedt, eine Kleinstadt im Osten, die genauso gut im Westen sein könnte: Hochhäuser, Arbeitslosigkeit, Langeweile. An der Bank zwischen Block zwei und drei treffen sich Alex, Schädel, Rocco, Ronny und Debbie und hängen rum. Hip-Hopper, Rechte, Sprayer, Skins und Skater – sie alle wohnen in der Platte, und das schweißt zusammen. Doch dann wird eine alte Frau überfallen und stirbt an den Verletzungen. Dummerweise hatte Alex ihr kurz zuvor noch die Einkäufe in die Wohnung getragen und dabei einen Geldschein mitgehen lassen. Für alle ist sofort klar: Alex ist schuldig. Auch die
Polizei und die Medien sind davon überzeugt, dass Alex ein Mörder ist. Und niemand aus der Clique hält mehr zu ihm - außer Debbie.


Ein Roman über die Perspektivlosigkeit einer ostdeutschen Kleinstadt und die Suche nach einem Schuldigen. Über eine Familie, die trotz allem zusammenhält und Freunde, die einfach nicht aufgeben wollen. Authentisch erzählt, zugleich urkomisch und bitterernst.

 

Bloomsbury Kinder- & Jugendbücher, Berlin; September 2011; ISBN 978-3-8333-5087-0; 219 S., 8,95 €

Das Ende der Welt

 

Berlin, II. IV. im Jahr der Sonne. Seit der großen Katastrophe kann man sie als giftig-gelben Schein hinter dem schmutzigen Grau des Himmels nur noch erahnen. Kjell ist fast fünfzehn und Soldat bei den Schwarzen Jägern. Es ist eine große Ehre, in dieser Einheit kämpfen zu dürfen. Wenn gerade kein Krieg herrscht, jagen sie Terroristen, Kriminelle und Abweichler oder schlagen Arbeiteraufstände nieder. Als die Senatswahlen anstehen, werden sie zum Schutz der Kandidaten nach Berlin verlegt. Laut und sittenlos soll es in der Hauptstadt zugehen, in den Ruinen und verlassenen Stadtteilen verstecken sich Flüchtlinge und Gesetzlose aller Art. Kjell kann es nicht erwarten, die wanzige Stadt wieder zu verlassen. Doch dann gerät er in ein Komplott und muss auf einmal ganz schnell weg, ausgerechnet zusammen mit der unerträglichen Kanzlertochter Leela. Es beginnt eine Flucht quer durch das verwüstete Land, die nicht nur Kjells Leben auf den Kopf stellen wird.

 

Bloomsbury Kinder- & Jugendbücher, Berlin; Oktober 2011; ISBN 978-3-8270-5438-8; ab 14;

384 S., gebunden; 16,90 €