Unser Motto 2020:

„Eine Welt für alle – Unsere Umwelt erleben und erhalten“

Kinder lieben Geschichten. Gute Geschichten. „Wer gute Geschichten erzählt, der bewegt die Menschen, der hinterlässt Eindruck und bleibt im Gedächtnis.“ (klimafakten.de)

 

Es gibt gute Geschichten, die von der Umweltverschmutzung oder vom Tierschutz handeln. Meistens sind diese Geschichten in Sachbücher eingebettet oder spielen sich im lokalen Raum ab. Mittlerweile gibt es sogar Geschichten, die sich an das komplexe und globale Thema Klimawandel heranwagen, beispielsweise „Die Klimaschweine“ von Julia Neuhaus und Till Penzek. Den jugendlichen Leserinnen und Lesern jedoch muten die Autorinnen und Autoren bisweilen apokalyptische Visionen zu. Ein Umdenken erreichen die Geschichten über Bedrohungsszenarien und dauerhafte Umweltbelastung nicht, vielmehr belasten sie die Heranwachsenden zunehmend.

 

Unerlässlich sind für Kinder und Jugendliche die Naturerlebnisse selbst, das Herumstromern in Wald und Wiese. Die Verbundenheit mit der Natur scheint eine essentielle Voraussetzung dafür zu sein, um sich für umweltbewusstes Verhalten zu begeistern. Geschichten tun ein Übriges, denn sie „… eröffnen andere Zugänge zur Thematik als Sachbücher, da sie nicht nur Fakten vermitteln, sondern vor allem die Emotionen der Leserinnen und Leser ansprechen“, meint die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Hollerweger von der Universität Bremen.

 

Was also ist eine gute Geschichte? „Sie braucht eine starke Hauptfigur und einen fesselnden Spannungsbogen“, der durch Konflikte oder andere Herausforderungen entsteht und der Veränderungen hervorbringt. Mit dieser Transformation müsse natürlich eine zentrale Botschaft verbunden sein, sagt Michael Müller, Leiter des Instituts für angewandte Narrationsforschung der Hochschule der Medien Stuttgart. Alexander von Humboldt beispielsweise, der sich bereits als kleiner Junge im Garten herumgetrieben und sich mit Käfern und Blumen beschäftigt hat, ist ein solcher Held. Er sollte zum größten Wissenschaftler seiner Zeit werden, so der Autor Dr. Volker Mehnert.

 

Als Kunsthistorikerin macht sich Silke Vry die Illusion und den Schein zunutze, um einen Einblick in die Welt oder einen Blick auf die Welt zu erhaschen. Als Archäologin wiederum blickt die Autorin „in die Vergangenheit, um das Spannendste daraus für Kinder in ganz speziellen Sachbüchern zu präsentieren: spannend, wissenswert und lehrreich zugleich. Bücher, in denen man Vergangenes entdeckt, in denen den eigenen Augen nicht zu trauen ist, in denen es kracht und nach deren Lektüre man die Welt mit anderen Augen sieht“.