Grundschulung für Schulpersonalräte an Gymnasien Teil 1

Online-Grundschulung:

Dienstag, 7. Juli 2020, 09:00 bis 15:00 Uhr

 

Anmeldung: schnellstmöglich per E-Mail unter petra.braband@gew-braunschweig.de

 

Teilnahmebetrag: 25,00 €

 

WICHTIG: Bitte eine Adresse angeben für die Zusendung der Schulungsunterlagen!!!

"Rente muss zum guten Leben reichen"

53 % vom Brutto!"

 

lautete die Forderung auf einem der vielen Banner, mit denen Gewerkschafter am 1. Mai in Göttingen unter dem Motto 

 

"Solidarisch ist man nicht alleine"

 

unterwegs waren. Auf dem Bild, das am Kiessee entstanden ist, sind die Vorsitzende des GEW-Kreisverbands Göttingen Elke Moeken sowie das Vorstandsmitglied Martin Knobbe zu sehen.

Der 1. Mai 2019 in Göttingen

Aufruf des DGB:

Macht mit beim Tag der Arbeit im Netz!

 

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der diesjährige Tag der Arbeit nicht auf der Straße, dafür aber umso umfangreicher im Internet statt. Wir rufen dieses Jahr online zu Aktionen der Solidarität auf und begehen den 1. Mai mit einem bundesweiten Livestream sowie einer in der Region Südniedersachsen-Harz gestalteten Online-Demo.

Unter dem Motto „Solidarisch ist man nicht alleine!“ rufen wir mit vielen Online-Mitmach-Aktionen Menschen dazu auf, gemeinsam digital für Solidarität und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren. Auch im öffentlichen Raum werden durch dezentrale Kreide-Malaktionen gewerkschaftliche Forderungen sichtbar sein.

Beteiligt Euch an den bunten gewerkschaftlichen Aktivitäten - lasst uns zusammen gerade in dieser schweren Zeit nach vorne gehen! Hier könnt Ihr euch einbringen:

  • Unter der Webadresse www.dgb.de/erstermai wird es am 1. Mai ab 11 Uhr einen mehrstündigen Live-Stream zum Tag der Arbeit geben mit Musikern, Comedians, Talks und Interviews sowie Solidaritätsbotschaften aus ganz Deutschland. Aus unserem Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt steuern wir zu diesem Stream einen Videoclip mit einer Rede bei, die von hundert Menschen gehalten wird.
  • Bereits seit dem 20.04.2020 ist in unseren Online Kanälen (Facebook, Twitter und YouTube) ein Online-Countdown zum 01. Mai eingerichtet. Teilt gerne diese Beiträge und lasst uns gemeinsam Reichweite schaffen! Die Links zu unseren Online-Kanälen findet ihr am Ende dieser Mail.
  • In zahlreichen Videobotschaften bringen Menschen unter dem #SolidarischNichtAlleine zum Ausdruck, was Solidarität für Sie bedeutet. Beteiligt euch online und steuert dezentral Kommentare, Videos und Fotos unter dem Hashtag dazu! Schilder zum Selbstausdrucken gibt es hier: https://www.dgb.de/-/xUP
  • Unser Jugendbündnis aus Göttingen plant eine Live-Online-Demo ab 16 Uhr bei YouTube für die ganze Region. Das Programm[1] hierzu sowie- der Link zum Youtube-Kanal[2] befindet sich bereits jetzt auf der Home page und der Facebook-Seite des DGB Südniedersachsen-Harz. Es erwartet uns ein bunter und innovativer Mix aus historischem, Rückblick, Redebeiträgen und Berichten von Arbeitskämpfen, gemischt mit Kunst und Musik. Außerdem werden während der Demo zeitgleich gemeinsam politische Forderungen an Verantwortliche gestellt werden. Es wird damit auch vor dem Bildschirm die Möglichkeit geben, direkt aktiv zu werden.
  • Aufruf zur Kreidemalaktion am Vortag des 1. Mai: Ob auf dem Dorf, oder in der Stadt, lasst uns öffentliche Plätze, eigene Viertel mit gewerkschaftlichen Forderungen versehen! Alle sind aufgerufen am 30. April auf öffentlichen Plätzen sowie im eigenen Viertel mit Kreide Eure Botschaften festzuhalten. So kann der Feierabend-Spaziergang genutzt werden um auch in Corona-Zeiten am Tag der Arbeit auf der Straße mit unseren Forderungen präsent zu sein und gleichzeitig verantwortungsbewusst Menschenansammlungen zu vermeiden.
  • Auch 1. Mai-Gottesdienste sind pandemiebedingt dieses Jahr leider nicht möglich. Alternativ hat das Haus kirchlicher Dienste in Zusammenarbeit mit dem DGB Göttingen eine Sammlung von Texten zusammengestellt, die sich mit dem Thema Solidarität befassen: www.erstermai-kirche.de
  • Zu finden sind die Aktivitäten des DGB-Bezirks Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt auf der Webseite https://niedersachsen-bremen-sachsenanhalt.dgb.de/1-mai-2020 sowie auf den Profilen in den sozialen Medien (www.facebook.com/DGBniedersachsen, www.twitter.com/dgb_nds, www.twitter.com/DGBSAN, www.facebook.com/DGBSuedniedersachsenHarz/).

    [1] Programm der Live-Demo: https://suedniedersachsen-harz.dgb.de/-/WGx

    [2] Youtube-Kanal für die Live-Demo: https://www.youtube.com/channel/UCHCNJrV2R3_aUxvFdCz5uFQ

    Wir freuen uns darauf, unseren Tag mit Euch wieder zahlenkräftig – dieses Mal online –zu gestalten!

 

Inklusion ist ein Menschenrecht – für alle Schüler*innen und in allen Schulen!

 

Presseerklärung anlässlich des Artikels „Göttinger Gymnasium platzt aus allen Nähten“ im „Göttinger Tageblatt“ vom 27.02.2020

 

Am 27.02. berichtete das Göttinger Tageblatt über den Besuch von Ratsmitgliedern der Stadt Göttingen im Otto-Hahn-Gymnasium anlässlich eines „Tages der offenen Tür“. Das Gymnasium hatte seine Türen geöffnet, um einen Einblick in die als prekär wahrgenommene Raumsituation zu gewähren. Neben den Kommunalpolitiker*innen nahm auch Erich Wutschke vom Beirat für Menschen mit Behinderungen das Angebot des OHG wahr.

Herr Wutschke wird in diesem Artikel mit der Aussage zitiert, dass es verständlich sei, dass das OHG die Inklusion ablehne, da sie räumlich nicht umsetzbar sei. Aus der Sicht des GEW-Kreisverbandes stellt sich die Frage: Kann man Inklusion ablehnen?

Laut Artikel 4 der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen wird allen Menschen mit Behinderungen eine diskriminierungsfreie Teilhabe an der Gesellschaft garantiert. Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in Betrieben, Verwaltungen, der Zivilgesellschaft und gerade im Bildungssystem eingelöst werden muss. Daran anknüpfend ist die Inklusion im niedersächsischen Schulgesetz verankert worden. Jede Schule im Land ist inklusiv und in diesem Sinne ist die Inklusion Aufgabe aller in Schule Beschäftigten und aller Schulformen. Man kann also zusammenfassend sagen: Nein, keine Schule kann Inklusion ablehnen!

Inklusive Schule ermöglicht nicht nur die Selbstverwirklichung und gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen und körperlichen Beeinträchtigung. Vielmehr ist es die Aufgabe der Schulen, jedem Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht zu werden.

 

Der Konflikt zwischen Anspruch und Wirklichkeit

So viel zur Theorie. In der Praxis sieht die Inklusion allerdings anders aus. Würde man einen Blick in die allgemein bildenden Schulen und vor allem die integrierten Systeme tun, die die Inklusion im engen Sinne zu den größten Teilen schultern, würde man sehr schnell bemerken, dass bereits die personelle Versorgung völlig unzureichend ist. Die Zahl der Stunden für Förderschullehrkräfte, die sich aus dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf von Kindern und Jugendlichen ergibt, kann nur zu maximal 75% gewährleistet werden. Die fehlenden 25% müssen in der Folge innerhalb des schulischen Systems kompensiert, und zwar weitgehend ohne fachliche Kompetenz bzw. Fortbildung.

Aber auch der Blick auf die räumliche Ausstattung führt zur Ernüchterung: Viele Göttinger Schulen können die räumlichen Anforderungen an ein inklusives Arbeiten nicht erfüllen oder sind weit davon entfernt. Differenzierungs- und Therapieräume, angemessenes Mobiliar, Rampen und Personenaufzüge, Sitzgelegenheiten außerhalb der Klassenräume – häufig Fehlanzeige! Zudem sind Schulgebäude geprägt von finanziellen Erwägungen und Sparzwang, nicht aber von pädagogischen Überlegungen.

 

Alle Göttinger Schulen sind inklusiv!

Die Göttinger Schulen kämpfen mit den personellen und den räumlichen Bedingungen und jede ist bemüht, dem Anspruch der guten Schule zu erfüllen. Zum schulischen Auftrag gehört aber eben auch, Inklusion zu gewährleisten – in allen Schulformen. Erst dann kann der Anspruch auf das Recht der uneingeschränkten Teilhabe an der Bildung für alle Menschen eingelöst werden. Dieses Recht kann nicht abgelehnt werden. Damit dieses Menschenrecht nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, müssen an allen Schulen die Voraussetzungen zur konkreten Umsetzung geschaffen werden. Dementsprechend muss die Stadt Göttingen als Schulträger die Gelingensbedingungen für die gute und inklusive Schule an allen Schulstandorten entsprechend den Bedarfen gewährleisten. Und die personelle Ausstattung? Hier muss das Kultusministerium ran: Die Kolleg*innen fortbilden, Lehrer*innen einstellen – über 100 % hinaus – und Menschen im Lehrer*innenberuf ausbilden! 

Einladung zum Fachgruppenseminar

Fachgruppe Sonderpädagogik

Das Seminar wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben!

 

Wann: Donnerstag, 28. Mai bis Freitag, 29

 

. Mai 2020

Wo: Akademie Waldschlösschen, Gleichen

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir laden euch herzlich zu einem Fachgruppenseminar ein. Der Ablauf ist wie folgt geplant:

 

Donnerstag, 28.05.:

     15:00 Uhr Anreise und Kaffee/Kuchen

     16:00 Uhr Fachgruppensitzung

     18:30 Uhr Abendessen

     20:00 Uhr Film mit anschließender Diskussion

Freitag, 29.05.:

     09:00 - 13:00 Uhr "Ben und Stella wissen Bescheid" -

          Präventions- un dBildungskonzept zum Schutz von

          Mädchen und Jungen mit Behinderng vor sexualisierter Gewalt

     13:00 Uhr Mittagessen, danach Abreise

 

Bitte meldet euch verbindlich bis Sonntag, den 15.03.2020 bei uns an. Verpflechung/Unterkunft für GEW-Mitglieder kostenlos; Nicht-Mitglieder zahlen einen Beitrag von 95,50 €.

 

Mit freundlichen Grüßen

Charlotte Dornhoff und Gerlinde Ströer